Ich schenke dir tausend tote Sonnen, sei nicht traurig.

Frei zu sein

Ich bin rastlos, fertig, erschöpft. Ich bin fertig mit dem monochromen Spiel, weil es nie angefangen hat und nie enden wird. Regeln, mit denen man seine Freiheit beschneiden kann, gibt es nicht; schummeln geht also auch nicht.
Die Welt dreht sich so, dass ich magnetisiert am selben Fleck bleibe, nirgendwohin wandern kann; bedroht, mit einem einzigen Gähnen der Erde verschluckt zu werden, Gast der Harlekinade des Teufels zu werden. Er ist ein grausamer Mistkerl, der mit den abgestorbenen Schwingen, aber unterhalten kann er. Wirklich eine schön anzusehende, auch wenn entartete Kunst, wie er das Zepter über den Köpfen der ewig Leidenden, ewig Bereuenden schwingt. Die Spiegelbilder der Qualen komponierten den irisierenden Glanz seines quartzigen, gehörnten Schädels; ein gequälter Gesichtsausdruck verstreicht den nächsten und dieser den danach und der den nach ihm und so weiter… ein Daumenkino in Endlosschleife.
Versteckt im Erdkern ist diese Perversion aber nicht, sie ist weltliches Phänomen – die Erde hat ihr Inneres längst nach außen gestülpt, projiziert ihre zwielichtigen Geheimnisse schon immer auf die grandiose Wolkenwüste am Himmelsdach.
Deswegen musste ich gestern gähnen, ich bin sehr müde. Seit heute drehe ich mich aber um mich selbst. Morgen will ich mich schon so viel und schnell gedreht haben, dass die Erde stillsteht und ich einen Schwindel spüre, der mich den Eden, den ich heute in meinen Organen anlege, ausspeien lässt, sodass dieser über die Kunst, die sich im Himmel widerspiegelt, triumphiert und sie verdrängt.
In mir selbst raste ich und schöpfe die Fertigkeit, zu färben und zu spielen und zu regeln.

(Source: buffalo-divine-eden-no7)

Alt

Die Monotonie drückt so sehr, schläfert ein. Die Alltagstrance bleicht meine Fantasie aus und ich wanke von einem belanglosen Termin zum andern.
Und so sammle ich unbrauchbare Erfahrungen, Tag für Tag. Mit jedem Sonnenaufgang häuft sich der Abfall in meinem Kopf und betäubt mein Gefühl mehr. Ich will mich in einer verschlafenen Gasse verirren, zugrunde sinken, den Asphalt wie Daunen spüren und im Dunst der Belanglosigkeit schmerzlos ersticken.
Denn alles um mich ist auf leise gestellt. Und ich will auch ganz leise und unbedeutend sein. Lautlos Dahinschwinden. Wie eine welkende Pflanze. Unter der Sonne vertrocknend Abschied nehmen und die Winde bestäuben.

(Source: fernsandmoss, via snortdrugs)

Der Schlagring drapierte, war Schmuck. Und er schwang den seltsamen Klunker so gleichgültig durch die Luft als die Worte kullerten, dass man irgendwie vermutete, er sorgte sich nicht mehr um Alltagskram und wüsste immer, wovon er sprach.
Zwischen dem einen oder anderen Satz, dem ein oder anderen trüben Blick, luden seine Augen nämlich in eine Tiefe ein, deren Anziehungskraft jeder auf den Leim ging. Man stelle es sich wie eine Attraktion vor, die im Vorbeigehen bemerkt wird und ausnahmslos jeden stehen bleiben lässt. So war er - unersättlich sog er die Aufmerksamkeit aller auf.
Seine herablassende und gestelzte Art rechtfertigte sich außerdem dadurch, dass er einfach wusste, wie man auf Stelzen lief. Es gab auch niemanden, der sie zum Wackeln bringen oder sie gar umstürzen konnte – er war ein unangefochtener Künstler.
Doch seine Kunst war Produkt einer Angst; er war Gefangener einer Höhenangst: der Boden war ihm zu niedrig und kaum einer groß genug, ihm die Hand zu reichen, um ihm nach unten zu helfen.
Ständig das spreiselnde Holz im Handfleisch und nie unten magerte er schließlich ab und hing wie gekreuzigt an seinen Stelzen – da staunten die Leute darüber, wie es aussah, als das Elend die Haut streng um seine Rippen wand und hielten dies für große Kunst.
Als der Tod sich über ihn legte, waren alle Münder offen – die einen erstaunt vor Kunst, der andere erstarrt aus Angst.

(Source: pyrom4nia, via erudiate)

Ungebeten folgst du meinem Gedankenfaden und stolperst dann ebenso unerwünscht in mein Gedankengebäude. Mit welcher Absicht erlaubst du dir die Frechheit?
Du kommst sicher nicht nur aus Neugier… Deinem gezierten Gang entnehme ich eine maskierte Feindseligkeit, er zieht so einen gerissenen Schall nach sich. Dazu schmunzelst du noch so widerwärtig, dein Stolz ist nicht zu übersehen – als hättest du mich nach langer Sehnsucht endlich ertappt.
Führst die Brust so fürstlich und schleichst so kokett durch den Schutt, nicht wissend, wie einfältig du doch bist. Dafür, dass du so abstoßend bist und dich nicht schämen kannst, empfinde ich eine umso größere Portion Fremdscham. Unter ihrer Last verkrüppelt meine Gestik und die Unannehmlichkeit verzerrt auch meine Mimik. Ich spüre das. Ich spüre auch, wie du dich dadurch bestätigt fühlst und dich weiter brüstest, deine Bewegungen ins Groteske anschwellen und gefräßig mehr und mehr Leere an sich reißen.
Mögest du an den Stimmen, die hier kämpfend durch die Luft irren, wahnsinnig zugrunde gehen, sehr geehrter Eindringling, denn DU hast es nicht anders verdient, als im Kopf einer gespaltenen Person dein Nichtdasein anzutreten. Du bist nämlich ich und ich du und deshalb stehen wir das gemeinsam durch, bis zum bitteren Ende, du Mistkerl.

(Source: sno-wyte)

Welten erleichternde Wasserleichen Appell an alle Seligen, die am Grunde der See liegen, in Leichenlagunen gären, verpasst haben alle Fähren und Tod mit Leben vermählen, sich von ungefähr noch nähren: Bringt Raum und Zeit zum Erliegen, zerstört Heim aller Ekligen! Raus aus euren Korallengärten wo Tode sterile Kunst klärten von Moränen und Seeigeln, zu Morellen und den Spiegeln, Lebendes des Lebens entledigen, auf ewig im Schlick versiegeln. Verriegelt Erdlinge im Schoße jener allseits geliebten Kore: Persephone, weiht jede Sphäre.

Welten erleichternde Wasserleichen

Appell an alle Seligen,
die am Grunde der See liegen,
in Leichenlagunen gären,
verpasst haben alle Fähren
und Tod mit Leben vermählen,
sich von ungefähr noch nähren:
Bringt Raum und Zeit zum Erliegen,
zerstört Heim aller Ekligen!

Raus aus euren Korallengärten
wo Tode sterile Kunst klärten
von Moränen und Seeigeln,
zu Morellen und den Spiegeln,
Lebendes des Lebens entledigen,
auf ewig im Schlick versiegeln.
Verriegelt Erdlinge im Schoße
jener allseits geliebten Kore:
Persephone, weiht jede Sphäre.

(via lettherobinflyaway-deactivated2)

Er sei um Verzeihung gebeten, ich schmiss gerade eine Phosphenparty in meinem Kopfe! Möge ihn der vom langen Warten unterlegte Anblick nicht zu sehr ennuyiert haben! Wenn dem jedoch so ist, so nehme er meine Fäuste und fühle selbst, welch Fete ich erlebte. Ja, nehme er nur und drücke sie sich tief in die Äuglein.

..Ziere er sich doch nicht, drücke er ja zu! Genau, so ist’s gut. Richtig, dass es schmerzt und man spürt wie die schwarzen Sternbilder am Hirne fressen.

(via ikilledjackjohnson)

Ab und zu geht dann diese Welle an Erregung durch deine Adern. Samtig fühlt sich dein Körper von innen an, rau die kalten Kanäle, durch die dein warmes Blut schießt. Dann willst du, dass alles starr Erkaltete in seiner Roheit zerklafft und das blutige Seelenmagma sich auf irgendwelche sinnlos zusammengetragenen Dinge dieser absurden Welt ergießen kann. Ich würde wie ein Vulkan davon wollen. Einer, der immer ruhte und dann die Kälte seiner gesamten Umgebung für kurze Zeit nehmen könnte. Alle Gemüter wachrütteln und erhitzen wollte, bevor sie wieder in den frostigen Gewohnheitsschlaf fallen. Und gelangte meine Seele tatsächlich in göttliche Gefilde, so ließe ich sie verrotten und alle Himmelsgestirne in Fäulnis untergehen. Da wenn der Mensch da unten so sehr nach Sinn trachtet und die Mechanismen, die Sinn schöpfen könnten, dies nicht tun, dann zehrt es den kleinen Menschen aus. Seine Oberfläche muss ja nie scheinen, ein Geheimnis zu bergen, denn es ist leise und unerklärlich, wenn innen alles welkt und erschwarzt, vertrocknet und bricht, zersplittert und sticht. Er fragt also und fragt, doch die höheren Geschöpfe schweigen vor sich hin und sehen zu, wie er alleine eingeht. Und dann ist das alles so pathetisch, so lächerlich und sinnlos, wenn du als Menschlein darüber sinnst. Weil du den Frostmantel eben nicht brechen kannst und deine Fragen auf ewig unbeantwortet bleiben. Du kannst dich bloß betäuben und wenigstens so tun, wie als wäre er etwas geöffnet. Bis zum großen Tag wird dich jedoch bloß die Einbildung wärmen können, deine Gleichgequälten auch.

Ab und zu geht dann diese Welle an Erregung durch deine Adern. Samtig fühlt sich dein Körper von innen an, rau die kalten Kanäle, durch die dein warmes Blut schießt.
Dann willst du, dass alles starr Erkaltete in seiner Roheit zerklafft und das blutige Seelenmagma sich auf irgendwelche sinnlos zusammengetragenen Dinge dieser absurden Welt ergießen kann.
Ich würde wie ein Vulkan davon wollen. Einer, der immer ruhte und dann die Kälte seiner gesamten Umgebung für kurze Zeit nehmen könnte. Alle Gemüter wachrütteln und erhitzen wollte, bevor sie wieder in den frostigen Gewohnheitsschlaf fallen.
Und gelangte meine Seele tatsächlich in göttliche Gefilde, so ließe ich sie verrotten und alle Himmelsgestirne in Fäulnis untergehen. Da wenn der Mensch da unten so sehr nach Sinn trachtet und die Mechanismen, die Sinn schöpfen könnten, dies nicht tun, dann zehrt es den kleinen Menschen aus. Seine Oberfläche muss ja nie scheinen, ein Geheimnis zu bergen, denn es ist leise und unerklärlich, wenn innen alles welkt und erschwarzt, vertrocknet und bricht, zersplittert und sticht. Er fragt also und fragt, doch die höheren Geschöpfe schweigen vor sich hin und sehen zu, wie er alleine eingeht. Und dann ist das alles so pathetisch, so lächerlich und sinnlos, wenn du als Menschlein darüber sinnst.
Weil du den Frostmantel eben nicht brechen kannst und deine Fragen auf ewig unbeantwortet bleiben. Du kannst dich bloß betäuben und wenigstens so tun, wie als wäre er etwas geöffnet. Bis zum großen Tag wird dich jedoch bloß die Einbildung wärmen können, deine Gleichgequälten auch.

(via rocksdesocko-deactivated2012041)

An der Nordwand

Die Eiskrone ist bloß Mimikry,
Ich seh’ Kremation als Kreation,
Krematorium als Purgatorium
und brenne – doch keine Reaktion,
keine Mimik, sieh! 
denn mein Kopf kein klarsichtiges Atrium
sondern ein verkorkster Ort aus Thorium
so kantig, schief und scharf wie nie, 
in ihm verklingt ein Kinderlied. 


(via ptdonmytoe)

In Muße einander Muse sein Lass uns in ein Schlaraffenland, aus Glaskaraffen, Hand in Hand Wenn Wein in unsre Mägen schießt Das Hirn bis in die Wolken sprießt Morpheus uns die Stirne küsst Du meine liebste Dirne bist Will ich fuchsteufelswild Auf Dromedaren durch ein Velodrom Tiernatur offenbarend - mein Melodram dessen Mucks träufelt mild Vom Schattendom ins Sonnenbad auf dein Akustikbild.

In Muße einander Muse sein

Lass uns in ein Schlaraffenland,
aus Glaskaraffen, Hand in Hand
Wenn Wein in unsre Mägen schießt
Das Hirn bis in die Wolken sprießt
Morpheus uns die Stirne küsst
Du meine liebste Dirne bist
Will ich fuchsteufelswild
Auf Dromedaren durch ein Velodrom
Tiernatur offenbarend - mein Melodram
dessen Mucks träufelt mild
Vom Schattendom
ins Sonnenbad
auf dein Akustikbild.




(via bythalake)

Weil Tod Wonne bedeuten könnte
 Ich zerschlage deine Brust, es splittert Porzellan, Ja, ich hab so große Lust auf Massen Marzipan, also schab ich sachte ab die weiche Mandelhaut, bald o sahn’ ich achtsam ab, wofür ne Katz miaut. Dein Milchbart und dein’ Nektar – ich werde nicht mehr ruh’n Gesicht zart und kein Speck da – will wer denn echt noch Huhn?! - Milchmädchen nimm mein Händchen, schlüpf’ ins weiße Gewand, Wir geh’n ins leis’te Ländchen, an Fährmanns liebsten Strand. Ich bring dich zur ew’gen Rast, zur großen Lichterwarte, Von dir klingt die stete Last zu Haus’ in der Milchstraße Sein ist nun angenehm, sinne auf dem Lichtasphalt, du brauchst nie wieder geh’n, hast Halt bis dein Hauch verhallt.
Dort brauchen wir uns nicht mehr benehmen, dort sind wir schon benommen.

Weil Tod Wonne bedeuten könnte


Ich zerschlage deine Brust,
es splittert Porzellan,
Ja, ich hab so große Lust
auf Massen Marzipan,
also schab ich sachte ab
die weiche Mandelhaut,
bald o sahn’ ich achtsam ab,
wofür ne Katz miaut.

Dein Milchbart und dein’ Nektar –
ich werde nicht mehr ruh’n
Gesicht zart und kein Speck da –
will wer denn echt noch Huhn?!
-
Milchmädchen nimm mein Händchen,
schlüpf’ ins weiße Gewand,
Wir geh’n ins leis’te Ländchen,
an Fährmanns liebsten Strand.

Ich bring dich zur ew’gen Rast,
zur großen Lichterwarte,
Von dir klingt die stete Last
zu Haus’ in der Milchstraße
Sein ist nun angenehm,
sinne auf dem Lichtasphalt,
du brauchst nie wieder geh’n,
hast Halt bis dein Hauch verhallt.

Dort brauchen wir uns nicht mehr benehmen, dort sind wir schon benommen.

(via audreydances-deactivated2012052)